Klettersteig auf die Große Bischofsmütze


Der Wecker warf uns um 4:30 Uhr aus dem Bett, galt es doch den Aufstieg zur großen Bischofsmütze (2.458m) zu besteigen. Unser Hausberg ragt dominant aus der Gipfelkette des Gosaukammes und hat durch sein markantes Erscheinungsbild allerlei mystische Kraft.

Aufstieg auf den Kamplbrunn

Am Parkplatz Großmauer in Annaberg geht es bei zügiger Gehweise in rund 1,75 Stunden über die Almgründe der „Loseggscheiben“ auf den Grat vor der Kamplbrunnspitze.

Nach kurzer Stärkung folgt ein kurzer Abstieg zum Kamplbrunnquelle. Der Legende nach verfügt diese über heilende und verjüngende Wirkung. Nach einer kurzen Stärkung geht es in südwestlicher Richtung auf kupiertem Gelände weiter, bis man zur ersten Kletterpassage der Tour gelangt. Auf dieser ersten Steilstufe ließen wir Seil und Karabiner noch im Rucksack. Diese überwunden, baute sich nun der Einstieg zur Großen Bischofsmütze vor uns auf.

Den Zugang kann man als erfrischend bezeichnen, da man eine Altschneewächte durchsteigen muss.

Die größte Herausforderung wartet noch auf uns

Mit entsprechender Kletteradjustierung geht es an die erste Passage. Der Einstieg in die Klettertour ist punkto Schwierigkeit die größte Herausforderung, aber mit etwas Trittsicherheit, Kraft und Assistenz durchaus zu meistern. Danach geht es in leichter Kletterei über mehrere Felsstufen Richtung Gipfel. Hier kommt uns unsere frühe Startzeit zugute, wir haben beim Aufstieg den Berg für uns.

Das Ziel ist erreicht

Nach circa 300 Höhenmetern kommt bereits das Gipfelkreuz in Sicht. Die letzten Meter sind völlig unproblematisch. Die Gipfelstürmer werden mit einer grandiosen Aussichtung belohnt. Der Blick schweift über das Salzburger Flachland im Norden zum Toten Gebirge im Westen über den Dachstein zu den Hohen Tauern im Südwesten

Unsere 3er-Seilschaft genießt den Gipfelsieg und bereitet sich nach kurzer Stärkung auf den Abstieg vor.

Zurück ins Tal

Dank entsprechender Abseiltechnik, die für Unerfahrene einiges an Überwindung kostet, geht es rasch bergab. Hier zeigt sich nun das größte Kriterium der Bischofsmützenbesteigung: Der Berg ist äußert porös, viele Felsabbrüche zeugen von der schlechten Beschaffenheit dieses Gebirgsstockes. Es ist fast unmöglich, beim Abstieg keine Steine talwärts zu schicken, was für die aufsteigenden Seilschaften natürlich nicht besonders angenehm ist. Wir kommen aber ohne Komplikationen zurück an den Fuß der Bischofsmütze, nehmen unsere zurückgelassene Ausrüstung wieder auf und marschieren zurück in Richtung Kamplbrunn.

(Text und Bilder von A. Pomberger  – herzlichen DANK)

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