Traditioneller Perchtenlauf in Lungötz im Lammertal


Krampusse und Perchten gehören zum winterlichen Brauchtum im SalzburgerLand. Und Tradition wird auch im Lammertal GROSS geschrieben.

Percht – was ist das?

Der eigentliche Name Percht leitet sich von „Frau Bercht“ ab. Die Percht gilt als Schicksalsfrau und als Seelenbegleiterin.
In ihrem Gefolge befinden sich ungetaufte Kinder. Frau Bercht kontrolliert und achtet auf Ordnung. In dieser Funktion erscheint sie zum Jahreswechsel bereits im Mittelalter. Ab dem 16. Jahrhundert wurde ihr Name auf die begleitenden Teufelsgestalten übertragen.

Gnigler Perchten beim Perchtenlauf in Lungötz die Hexe kehrt das alte Jahr aus Lungötzer Perchtenlauf 2011

Unterschied zwischen Krampus und Percht

Ein typisches Merkmal der Schiachpercht im Gegensatz zu einer Krampusmaske besteht darin, dass die Percht mindestens zwei Paar Hörner besitzt. Der Krampus trägt einen Schweif und eine Ruten aus Weiden mit sich – die Percht nicht. Schellen im Gegensatz zu Glocken und Ketten bilden das Geläut der Schiachpercht.

Pechtenlauf im Lammertal Lungötzer Perchtenlauf im Lammertal Traditionelle Perchten im Lammertal

Eventuelle Begleiter der Schiachpercht sind Zapfenmandl, Schleifer und Metzger. Das sind furchtlose Männer, die vor allem in den Wäldern gewohnt haben. Auch die Schiachpercht ist keine böse Gestalt, sondern ihr Treiben gilt als Glücks- und Fruchtbarkeitsritual.

Im Laufe der Zeit mischten sich immer mehr, zum Teil mystische Gestalten in die Gruppen. „Die Hobagas, die Zapfenmandl“, die Hexen, der Tod.
Die schlimmste Percht von allen ist die Hobagoaß, eine Mischung aus Ziege und Vogel. Sie kommt in den Rauhnächten zu einem nach Hause, und wenn man sein Zimmer nicht sauber hat, dann schneidet sie einem mit ihrer riesengroßen Schere den Bauch auf, schmeißt alles hinein was sie findet und näht ihn mit ganz großen Stichen wieder zu, damit man sich immer daran erinnert und sein Zimmer in Zukunft sauber hält. Und deshalb gibt es auch keine schmutzigen Zimmer mehr…..

Die Hexen bzw. der Tod wurden erst später von gewissen anderen Brauchtumsaktivitäten in den Perchtenlauf mit eingebunden. Sie spielen eine untergeordnete Rolle. So fegen zum Beispiel die Hexen eine Stube aus, dies symbolisiert das Böse aus dem Haus zu kehren.

Perchten in Salzburg

Von Region zu Region unterscheidet sich der Brauch. Zwischen Ende Dezember und dem 5. Januar sieht man in vielen Salzburger Dörfern finstere Gestalten durch die Straßen laufen: Die Perchten gehen um.

Der Perchtenlauf als Brauch vor Dreikönig hat sich bis heute gehalten!
Mit ihren aufwendig geschnitzten Holzmasken und kunstvoll gefertigten Kostümen ziehen die Gruppen durch die Orte. Meist gibt es gut organisierte Umzüge.

Perchtenlauf im idyllischen Ort Lungötz

Zum ersten Mal fand Anfang Januar 2010 auch in Lungötz ein Perchtenlauf statt. Gesten Abend am 30. Dezember 2011 versammelten sich nun schon im 3. Jahr zahlreiche Schiachperchten im Ortszentrum von Lungötz.

Unter den zahlreichen Perchten fand man auch Hexen und natürlich die „Hobagoaß“. Sie trieben im idyllischen Örtchen Lungötz im Lammertal das alte Jahr aus.

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