Schwarze Lacke am Gerzkopf

Wanderung ins Naturschutzgebiet Gerzkopf

Zum Naturschutzgebiet wurde der Gerzkopf 1981 aufgrund des seltenen Hochmoors und der besonderen Tier- und Pflanzenwelt erklärt. Die Gemeinden Annaberg-Lungötz, Eben im Pongau, Filzmoos und St. Martin am Tennengebirge haben Anteil am Schutzgebiet. Der Gerzkopf ist ein „grüner Berg“ und kann von 3 Seiten aus begangen werden: von Lungötz, St. Martin und Eben im Pongau.

Wir entscheiden uns für die längste Anfahrt, jedoch den kürzesten Weg. Also geht es zuerst von den Apartments Tennengebirge & Alpenfrieden ins 20 km entfernt Eben im Pongau. Von dort noch ein kleines Stückchen Richtung Filzmoos, bis der Schattbachweg links abzweigt. Nach weiteren 2,3 km haben wir die Parkmöglichkeit beim Knappbauern erreicht. Hier lassen wir das Auto stehen, packen unsere 7 Sachen und machen uns auf den Weg.

Anfangs geht es ein kleines Stück den Forstweg entlang, bald zweigt der Weg aber in den Wald ab und wir gehen den Waldpfad bergauf.

Weiterlesen

Werbeanzeigen

Wandern in der Skiregion Dachstein-West

Wandern in der Skiregion Dachstein-WestDort wo im Winter die Skifahrer die Pisten hinunterflitzen, kann man im Sommer  herrlich wandern: Die Wanderregion Dachstein-West bietet herrliche Wanderwege, Almhütten und atemberaubende Aussichten.

Wer die Region Dachstein-West in den Salzburger Bergen nur im Winter kennt, tief schneit mit herrlichen Pisten und urigen Skihütten, der wird im Sommer nicht weniger begeistert sein: Blühende Almwiesen, gemütliche Almhütten und bestens markierte Wanderwege zeichnen das Wandergebiet auf der Zwieselalm rund um Annaberg, Gosau und Russbach aus.

Weiterlesen

Gspensti und Spuki – die 2 freundlichen Geister am Geisterberg im Alpendorf St. Johann im Pongau

Bei einer Wettervorhersage mit Temperaturen bis zu 34 °C stellt sich die Frage, ob man nicht auch mal was anderes unternehmen kann, als ins Schwimmbad zu gehen. Da kam die rettende Idee: „Lasst uns doch den Geisterberg in St. Johann im Pongau erkunden“.

Geisterzug, Geisterdorf, Geisterbrücke…

mit dem Geisterzug auf den GeisterbergFrüh morgens geht es los, sodass wir nicht in die Mittagshitze kommen. Vom Alpendorf St. Johann im Pongau fahren wir mit der Gondelbahn auf den Gernkogel. Von der Bergstation erreichen wir den „Bahnhof des Geisterzuges“ in ca. 15 Gehminuten. Die Kinder sind sofort Feuer und Flamme, als sie den Zug heranfahren sehen. Bei der Ausstiegstelle auf 1.767m Seehöhe lässt sich auch der heisseste Sommertag aushalten.

Weiterlesen

Wanderung zur Steinalm am Rossbrand in Radstadt


Nach einer Woche an der Adria war es am Sonntag wieder einmal Zeit Bergluft zu schnuppern. Bei traumhaftem Wetter (an der Adria leider nicht) fuhren wir mit unseren 2 „Kleinen“ nach Radstadt. In Radstadt ist die Rossbrandstraße gut beschildert und führt in Serpentinen ca. 12km bergauf.

Den Parkplatz „Steinalm“ erreichen wir nach 5,5 km, und es parken hier bereits ettliche Autos – das schöne Herbstwetter wollen wohl auch noch andere Familien ausnutzen um wahrscheinlich das letzte Mal in diesem Sommer die Steinalm zu besuchen. Bis 26. September 2010 (bei „Schönwetter“) ist die Alm noch bewirtschaftet.

35 Gehminuten steht am Wanderschild – das ist doch ein Klacks – denken wir… Vorbei an der Resialm geht es einen Forstweg zuerst geradeaus dann bergab (das gab’s noch nie, dass wir eine Wanderung bergab starten….). Der Weg ist einfach zu gehen, auch mit dem Kinderwagen kein Problem (doch den wir heute aber zu Hause gelassen haben). Zwischendurch finden die Kinder immer wieder kleine Rinnsaale, in die gleich ein paar Steine geworfen werden. Die 35 min sind schneller um als gedacht, und weit und breit keine Steinalm in Sicht. Die letzten Meter steigt der Forstweg dann ein klein wenig an, und da hinter dem Baum sehen wir eine Alm – endlich: die Steinalm – wir sind da.

Mit Kindern kann man für den Weg vom Parkplatz bis zur Alm sicher 1 Gehstunde einplanen – 35 min sind doch ein wenig knapp berechnet.

Die Alm liegt idyllisch mit einem herrlichen Ausblick und gemütlicher Sonnenterrasse mit Kinderspielplatz und Streichelzoo direkt vor der Hütte – so hat man die Kleinen beschäftigt und immer in Sichtweite 🙂

Die Kinder sind gleich bei den Hasen und Meerschweinchen und die beiden Ziegen lassen sich gerne von den Gästen füttern. Wir bestellen uns ein Speckbrot und genießen die warmen Sonnenstrahlen und den herrlichen Ausblick.

Nach der Jause und dem obligatorischem Stempeln geht es dann wieder los. Doch wo gehen die ganzen anderen Wanderer hin. Kurz bei der netten Sennerin gefragt, erfahren wir, dass wir einen anderen Rückweg durch den Wald nehmen können. Dieser Weg ist für die Kinder viel aufregender, da er quer durch den Wald führt. Der Rückweg ist schnell geschafft und ein schöner Herbsttag geht dem Ende zu.

Wir sind müde und fast alle freuen sich auf zu Hause – leider wartet für mich noch die Wäsche vom Urlaub 😦

Hoffentlich bringt dieser Herbst noch viele solcher schönen Tage – wir haben noch einiges vor, bevor Frau Holle ihre Arbeit beginnt.

Auf zur „Griaß enk Diandln Gerti“ auf die Spießalm im Lammertal

Auch wenn das Wetter heute nicht ganz so sommerlich ist, entscheide ich mich für eine Wanderung zur Spießalm im Lammertal. Die Kinder müssen mit – ob Sie wollen oder nicht. Die Begeisterung hält sich anfangs noch in Grenzen.

Die Spießalm liegt auf ca. 1200m Seehöhe (Anmerkung Red.: der Lämmerhof auf 922m) und ist ca. 300 Jahre alt. Ein ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern.

Nachdem alle Kinder (Elina 2 Jahre, Anna 6 Jahre, Karin 7 Jahre und Daniel 9 Jahre) ihre Wanderschuhe angezogen haben und wir vorsichtshalber Regenjacke und Trinkflasche in den Rucksack gepackt haben, geht es auch schon los. Elina, heute müde und gehfaul, entscheidet sich in die Rückentrage zu steigen. Los geht es direkt vom Lämmerhof über den „alten Wanderweg“ hinter dem Haus Alpenfrieden zum Reitbauer. Hier befindet sich auch der Parkplatz. Noch stehen nicht sehr viele Autos da. Einem gemütlichen Nachmittag steht also nichts im Wege.

Als sich die Sonne doch noch entscheidet, uns auf dem Weg zur Alm zu begleiten, steigt mir die ein oder andere Schweißperle über die Stirn. Es scheint mir so, dass Elina von Schritt zu Schritt schwerer wird – gefühlte 45 °C begleiten mich auf den Weg zur Gerti!

Auf dem ganzen Weg nach oben können wir kein einziges Bankerl zur Rast finden 😦  (Anmerkung Red.: bitte lieber Robert schmeiß deine Motorsäge an und bau ein paar Bankerl für uns armen geplagten Wandersleut)

Noch ein paar Meter und wir haben es geschafft. Es ist immer wieder schön auf der Spießalm anzukommen. Unsere „Griaß enk Diandln Gerti“ mit Ihrer herzlichen Art lässt die Strapazen gleich vergessen.

(Anmerkung Red.: immer wenn wir „Diandln“ (Mädchen) zur Gerti gewandert sind, wurden wir mit einem herzlichen „Griaß enk Diandln“ begrüßt – daher der Name „Griaß enk Diandln Gerti“. Im letzten Jahr hat sich die Gerti doch tatsächlich bei mir entschuldigt, da wir doch jetzt keine Diandln mehr sind, sondern schon Damen und junge Mütter… Liebe Gerti, wir kommen hauptsächlich zu dir auf die Alm, da wir immer mit „Griaß enk Diandln“ begrüßt werden. Das ist wie ein Jungbrunnen für uns – da kommen wir uns doch wieder wie 20 vor :-)

Nach einem erfrischenden Hollerblütensaft und einer guten Jause geht es wieder zurück zum Lämmerhof. Der Rückweg ist schnell geschafft, und dieses Mal sind wir auch noch vor dem Regen zu Hause angekommen.

Gerti, das nächste Mal komm ich wieder mit meinen Diandln! Dieses Mal gab es nämlich kein „Griaß enk, Diandln“ – wär ja auch nicht so passend bei nur 1 Diandl!

Gerti und Hois Lanner sind von Anfang Juni bis Ende September als Senner auf der Alm und machen mit Hilfe von ihrer Schwiegertochter Marianne die verschiedensten Käse: Süß- und Sauerkas, Schüsselkas, Vollmilch- und Buttermilchkas, Kürbiskas – aber auch Almbutter und Bauernbrot.

Direkt von der Spießalm beginnt der Rundwanderweg zu den höchsten Bäumen Österreichs, den sogenannten Urwaldbäumen. Das „Schwardach“ ist auf der Spießalm noch zu bewundern (Schindeldach aus Lärchenschindeln mit Steinen beschwert).

Der „Lammertaler Urwald“ ist ein rund 10 ha großes Areal, mit einem nie bewirtschafteten Wald (Schutzwald). Hier stehen die höchsten Bäume Österreichs. Eine Tanne, mit dem Namen „Lammertaler Wächter“ mit einem Alter von ca. 400 Jahren hat eine Höhe von 48 Meter, einem Stockdurchmesser von 180 cm und ein Volumen von 46 m³!